Wie verhält man sich als Verkehrsteilnehmer


  • Bei angezeigtem Wildwechsel gilt Fuß vom Gas, besonders langsam und konzentriert weiterfahren.
  • Die Geschwindigkeit reduzieren, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung, während der Nacht und bei Nebel, als auch in den Bereichen die durch Verkehrszeichen gekennzeichnet sind, in denen besonders viel Wildwechsel auftritt.
  • Beobachten Sie Wald- und Straßenränder aufmerksam. Insbesondere bei neuen Straßen die durch Waldgebiete führen. Das Wild behält seine gewohnten Wechsel bei.
  • Bei auftauchenden Wild im Scheinwerferlicht: Abblenden, abbremsen und hupen. Wildtiere können die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nicht einschätzen. Grelles Scheinwerferlicht macht sie zudem orientierungslos.
  • Ein Tier kommt selten alleine. Immer mit weiteren Tieren rechnen. Rehe, Wildschweine und andere Arten leben oft gesellig. Panische Tiere
    queren zudem oft unvermittelt die Straße. Deshalb: langsam weiterfahren – auch wenn kein Wild mehr zu sehen ist.

Wenn die Kollision unvermeidbar ist...

  • Lenkrad festhalten!
  • Geradeaus Lenken!
  • Beim Erkennen des Hindernisses so stark wie möglich abbremsen!
  • Kein Ausweichmanöver! die Gefahr in den Gegenverkehr zu geraten oder gegen ein Baum zu fahren ist zu groß!

 

Wenn Wild angefahren wurde...

  • Warnblinker einschalten!
  • Absichern der Unfallstelle!
  • Bei evtl. verletzten Personen sofort Notruf absetzen, dann Erste Hilfe leisten!
  • Wenn das Wild noch Leben sollte, halten sie sich bitte fern, damit dem Tier kein zusätzlicher Stress durch die Nähe des Menschen entsteht.
  • Verletzte Tiere nicht verfolgen! Merken Sie sich ggf. die Fluchtrichtung, damit der Jäger das Tier später leichter finden kann.
  • Muss das Tier aus der Gefahrenzone gezogen werden und ist das Tier ganz sicher tot und nicht zu schwer, ziehen Sie den Kadaver von der Straße. Dabei sollten Sie auf jeden Fall die Handschuhe aus Ihrem Verbandkasten anziehen, um möglichen Infektionen vorzubeugen.
  • Polizei verständigen!

Die Polizei regelt dann alles weitere und verständigt den Jagdpächter damit der sich um das verletzte/getötete Tier kümmern kann. Achtung: Meldepflicht für Wildunfälle
in vielen Bundesländern gesetzlich geregelt.

 

Entsteht ein Schaden am Fahrzeug durch Haarwild...

  • Lassen sie sich eine Bescheinigung für die Teilkaskoversicherung durch die Polizei oder den Revierinhaber ausstellen!

 

Das getötete Wild darf auf keinen Fall vom Fahrer mitgenommen werden. Dies würde laut Strafgesetzbuch (§ 292 StGB) als Wilderei gewertet und empfindlich bestraft werden.

 

Wenn Sie Zeuge eines Wildunfalls werden, bei dem der Verursacher nicht anhält, verständigen Sie bitte die Polizei, damit das verletzte Wild schnell von seinem Leid erlöst werden kann.