Gefahrenstellen


142 Wildwechsel
142 Wildwechsel

Das Wild folgt oft bestimmten Pfaden, den sogenannten Wildwechseln. Hierbei handelt es sich teilweise um Jahrzehnte bestehende Wege der Wildtiere.

Vor besonderen Gefahrenstellen wie Wildwechseln oder Gegenden mit hoher Wilddichte muss das Verkehrszeichen 142 „Wildwechsel“ gemäß § 40 Absatz 6 der Straßenverkehrsordnung angebracht sein. Die gefährdete Streckenlänge wird oft durch ein Zusatzzeichen unterhalb des Zeichen Wildwechsel kenntlich gemacht. Wild kann hier von beiden Seiten auftauchen und die Straße überqueren.

 

Das Bundesamt für Naturschutz geht von 30.000 solcher Konfliktstellen im überregionalen Verkehrsnetz aus.

 

Tiere kennen keine Verkehrsregeln. Wildunfälle können prinzipiell das ganze Jahr und zu jeder Tageszeit auftreten. Der zeitliche Mobilitätsschwerpunkt der Tiere liegt in den Monaten März bis Mai und Oktober/November. Während der Morgen- und der Abenddämmerung und währen der Nacht, besteht jedoch ein erheblich höheres Unfallrisiko, da die Tiere zu diesen Zeiten besonders aktiv sind und oft ihren Standort wechseln. Rund zwei Drittel aller Wildunfälle passieren deshalb zwischen Sonnenuntergang und Tagesanbruch. Auch während der Brunftzeit besteht eine erhöhte Gefahr. Eine weitere erhöhte Gefahr besteht bei Tauwetter im Winter durch das mit Streusalz (Salzmineralien) benetzte Gras am Straßenrand, bietet sich dem Wild eine köstliche Äsungsfläche.